Depressionen

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Störungen. Es wird geschätzt, dass bis zu 18 % der Bevölkerung mindestens einmal in ihrem Leben an einer depressiven Episode leiden. Die Gründe für die Entstehung von Depressionen können so vielschichtig sein wie die Menschen mit ihrer individuellen Lebensgeschichte. Der Verlust einer nahe stehenden Person, Überlastung im Berufsleben oder auch starke Schuldgefühle werden häufig genannt. In vielen Fällen gehen ihnen einschneidende Lebensveränderungen voraus, die auf den ersten Blick gar nicht traurig oder hoffnungslos erscheinen. Oft ziehen Depressionen schädliches Verhalten wie z. B. Suchtmittelkonsum nach sich, aus denen sich weitere behandlungsbedürftige Erkrankungen entwickeln können.

Zu Depressionen kommt es auch im Rahmen von bipolaren Störungen. In diesem Fall wechseln sie sich mit überschwänglichen – so genannten manischen – Episoden ab.

Im Rahmen der therapeutischen Behandlung wird das genaue Bedingungsgefüge der Entstehung und der Aufrechterhaltung der Depression herausgearbeitet. Vielleicht haben Sie bei sich entdeckt, dass Sie sich nicht mehr so über Dinge freuen können wie zu früheren Zeiten, sind viel antriebsärmer, ziehen sich zurück, haben Konzentrationsstörungen, wachen früh am Morgen auf und können nicht mehr einschlafen? Vielleicht ist Ihre traurige Stimmung sogar manchmal derart stark ausgeprägt, dass Sie nicht mehr wissen, wie Sie weiterleben können? Dies sind nur einige Symptome, die auf eine depressive Episode hinweisen können. Während der probatorischen Phase werde ich gemeinsam mit Ihnen schauen, ob eine depressive Episode zu diagnostizieren ist.

Angststörungen

Angststörungen sind die häufigsten psychischen Störungen. Schätzungen zufolge leiden bis zu 28 % der Menschen zu irgendeinem Zeitpunkt in ihrem Leben unter mindestens einer der vielen verschiedenen Angststörungen.

Grundsätzlich handelt es sich bei der Angst um einen wichtigen Affekt, der Menschen vor Gefahren warnt. Doch Menschen können auch Angst empfinden, obwohl sie unbegründet ist. Ein Beispiel ist eine Spinnenphobie, die sich entwickelt hat, obwohl die Person noch niemals in Kontakt mit einer Spinne gekommen ist und der Kontakt auch gar nicht gefährlich wäre. Vielleicht haben auch Sie Angst vor einem konkret umschriebenen Gegenstand oder einer bestimmten Situation? Oder Sie leiden unter diffusen Ängsten, die sich vielleicht manchmal schon zu einer Panikattacke gesteigert haben?

Es gibt Ängste, die sich in einem Zustand ständiger Besorgtheit zeigen, oder auch in sozialen Situationen auftreten. Ängste ziehen in den meisten Fällen Vermeidungsverhalten nach sich, so dass die Teilnahme am täglichen Leben zunehmend eingeschränkt wird. Daraus resultieren nicht selten depressive Stimmungen. So handelt es sich bei Angststörungen um ein Zusammenspiel verschiedener Phänomene, das zu einer stabilen und sehr belastenden psychischen Störung führt.

In der Therapie werden wir gemeinsam erarbeiten, ob es sich um eine behandlungsbedürftige Angststörung handelt und wie sie ggf. am besten zu behandeln ist. Dabei können Sie sich im Einklang mit meinen ethischen Richtlinien stets sicher sein, dass in der Therapie nichts unternommen wird, was Sie nicht wünschen.

Paartherapie

Viele Paare trennen sich, obwohl sie noch die Chance hatten, ihre Beziehungskrise zu überwinden. Dies liegt häufig daran, dass sich die Paare nach einem meist über viele Jahre entwickelten rigiden Beziehungsmuster verhalten. Aus diesem Muster können sie sich nur selten lösen, sodass langfristig oft nur die Trennung als Ausweg gesehen wird.

Um die Beziehung zu retten steht an erster Stelle das Erkennen und Anerkennen der Beziehungskrise. Für Beziehungskrisen gibt es viele Anzeichen. Wenn sich auch Veränderungen im Verhalten zeigen - die Paare z. B. kaum noch etwas miteinander unternehmen, so sind die Anzeichen insbesondere auf der Kommunikationsebene gut zu erkennen: Partner klagen sich an, weisen sich gegenseitig Schuld zu, fechten Machtkämpfe aus, stellen sich stur, hören nicht mehr auf die Bedürfnisse des Partners, die zudem immer seltener geäußert werden. Langfristig kommt es zu Schweigen, Respektverlust und das Paar trennt sich.

Viele Paare suchen die Paartherapie auf, wenn der beschriebene Veränderungsprozess schon fortgeschritten ist. Gemeinsam mit Ihnen werde ich erarbeiten, in welcher Phase sich Ihre Beziehung befindet. Welche Ziele haben beide Partner und an welchen Stellen kommt es zu Problemen? Sollte anfangs nur eine Person zur Paartherapie motiviert sein, so zögern Sie nicht, zunächst einen Termin für ein Einzelgespräch zu vereinbaren.

Sexualtherapie

Sexualität gehört zu den elementaren Grundbedürfnissen der Menschen. Daher wird oft angenommen, dass sie sich immer komplikationsfrei und quasi automatisch gestaltet. Dass dies nicht immer der Fall ist, zeigen aktuelle Studien, das sexuelle Funktionsstörungen zu den häufigsten Störungsbildern unserer Zeit zählen.

Zur Erklärung dienen bio-psycho-soziale Modelle, da es sich bei Sexualität um ein komplexes Phänomen handelt. Des Weiteren unterliegen Bewertungen, was genau als Störung zu bezeichnen sei, immer gesellschaftlichen, religiösen oder auch politischen Faktoren.

Sexuelle Funktionen sind selten ausschließlich somatisch – z. B. in Folge einer Medikation – oder ausschließlich psychisch bedingt. Ein aussagekräftiger Anhaltspunkt ist immer der Leidensdruck. Wenn Sie also in irgendeiner Hinsicht unter ihrem sexuellen Erleben oder Verhalten leiden, möchte ich Sie ermutigen, einen Termin zu vereinbaren.

Medienpsychologie

Medien haben in unserer Informations- und Kommunikationsgesellschaft einen hohen Stellenwert. Smartphones und Laptops sind aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken. Insbesondere dem Fernsehen wird im Rahmen der Kultivierungsforschung seit Jahren eine zentrale Rolle im Sozialisationsprozess zugemessen.

In der Tat finden sich unter zeitgenössischen TV-Produktionen viele Formate, die Bereiche thematisieren, die Teil der Sozialisation sind, wie z. B. Erziehung oder Ernährung. Für die Protagonisten der verschiedenen Reality-Formate stellt die Teilnahme eine Ausnahmesituation dar, zumal sie oft mehr oder weniger unter Leidensdruck stehen. Auch Veränderungen im Produktionsverlauf können zur psychischen Belastung werden. Der gewissenhaften Auswahl und Begleitung der Protagonisten fällt daher besonderer Stellenwert zu.

Auch bei diesen komplexen Prozessen stehe ich Ihnen gern mit meinem psychologischen Wissen beratend zur Seite. Bitte vereinbaren Sie einen Termin, um im persönlichen Gespräch eine individuelle Begleitung für Ihr nächstes Projekt zu finden.